Kind schläft nicht in der Kita / Krippe

Der Eintritt in die Kita ist in der Regel der erste einschneidende Schnitt, die erste große Trennung in der Beziehung zwischen Eltern und Kind. Damit einher gehen allerlei Befürchtungen. Wird es meinem Kind gut gehen? Ist das Betreuungspersonal liebe- und verständnisvoll? Und nicht zuletzt: Wird es mit dem Schlafen in der Kita funktionieren?

Eins ist klar: Die allermeisten Kinder unter drei Jahren brauchen einen geregelten Tagesschlaf, erst recht unter den vielen neuen Eindrücken, die in einer ungewohnten Umgebung und mit den anderen Kindern auf sie einströmen. Da sorgt der Schlaf für die nötige Erholung und Entspannung.

Für einen ruhigen Schlaf benötigen Menschen und insbesondere Kinder das Gefühl von Sicherheit. In kaum einer Situation sind wir so schutz- und wehrlos wie im Schlaf. Sobald ein Kind müde wird, sucht es die Nähe einer Bezugsperson. Grundlegende Voraussetzung für einen gelungenen Schlaf in der Kita ist also zuverlässiges Betreuungspersonal, das den Kindern bekannt ist und ihnen Geborgenheit vermittelt.

Hilfreich ist auch die Nähe anderer Kinder. Die meisten Kinder schlafen in Matratzenlagern, Nestern o.ä. gemeinsam mit anderen Kindern entspannter als alleine in getrennten Gitterbetten. Für Eltern ist es deshalb auf jeden Fall ratsam, sich bei Besichtigung der Kita nach den Schlafbedingungen zu erkundigen. Wo schlafen die Kinder? Wann schlafen sie?

Das “wann” spielt insofern eine wichtige Rolle, weil klar sein muss, dass Kinder in der Einrichtung schlafen dürfen, aber nicht müssen. Natürlich ist es in der Kita oftmals organisatorisch nicht anders möglich, als auf ritualisierte Ruhezeiten zu bestehen. Dennoch sollte vermittelt werden, dass Kinder in dieser Zeit zwar ruhen sollen, aber nicht schlafen müssen, wenn sie nicht müde sind. Gerade in Einrichtungen mit einer großen Altersspanne liegen die Bedürfnisse der Kinder oftmals weit auseinander und es geschieht nicht selten, dass Kinder auch außerhalb der eigentlichen Ruhezeiten auf Sofas oder in Kuschel-Ecken einschlafen. Ein großer Vertrauensbeweis in die Umgebung.

Erfahrungsgemäß gewöhnen sich vor allem kleine Kinder schnell an Abläufe und Gegebenheiten, die anders sind als zuhause. Sie leben damit in zwei unterschiedlichen Welten mit verschiedenen Regeln und so ist es keine Seltenheit, dass sie Dinge, die zuhause beim Einschlafen ganz wichtig sind, wie z.B. die Hand der Mama oder ein bestimmtes Kuscheltier, in der Kita gar nicht benötigen. Deshalb stellen viele Eltern häufig fest, dass ihre Sorge ganz unbegründet war. Sobald sich ihr Kind in der Einrichtung sicher und geborgen fühlt, klappt es auch mit dem Schlafen.