Kind / Baby schläft nicht – Nachtschreck (Erklärung, Ursache, Tipps)

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Die Baby- und Kleinkind-Phase ist vorüber, die Nächte werden ruhiger und dann das: Ganz plötzlich und unerwartet schrecken Vorschulkinder nachts aus dem Schlaf auf, weinen laut, schlagen um sich und reagieren auf keinerlei Ansprache. Der sogenannte “Nachtschreck”, auch “Pavor nocturnus” genannt, jagt Eltern beim ersten Auftreten häufig einen Schrecken ein, ist aber harmlos.

Der Pavor nocturnus ist ein normales Schlafphänomen, das besonders bei Kindern zwischen zwei und sechs Jahren, bevorzugt aber rund um die Einschulung herum auftritt. Das Kind wird dabei nicht richtig wach, sondern erwacht in der Regel ein bis drei Stunden nach dem Einschlafen nur unvollständig aus dem Tiefschlaf. Das führt dazu, dass es verwirrt ist, schnell atmet und häufig mit weit aufgerissenen Augen im Bett sitzt. Die Eltern nimmt es dabei, wenn überhaupt, nur am Rande wahr und kann deshalb auf deren Beruhigungsversuche auch nicht reagieren. Häufig schwitzen die betroffenen Kinder und in ihrem Gesicht zeigt sich Angst und Erschrecken. Es sieht aus, als würden sie Dinge im Zimmer sehen, die nicht da sind.

Eltern können ihr Kind in diesen Momenten nicht wecken, sie können jedoch darauf achten, dass es sich nicht verletzt. In der Regel dauert der Nachtschreck zwischen fünf und maximal fünfzehn Minuten. Danach normalisieren sich Puls und Atmung schlagartig, das Kind wird ruhig, der Schrecken im Gesicht verschwindet und das Kind schläft ein – häufig ohne die Eltern im Zimmer zu bemerken. Auch am nächsten Tag wird sich das Kind nicht an den Vorfall erinnern.

Kinder, die einen sehr erlebnisreichen Tag hinter sich haben oder direkt vor dem Schlafengehen vor dem Fernseher saßen, sind eher vom Nachtschreck betroffen als solche mit einem ruhigen Tagesausklang. Bei den meisten Kindern tritt der Pavor nocturnus nur ganz selten auf, andere erleben alle paar Monate ein solches Ereignis. Jungen sind davon häufiger betroffen als Mädchen.