Kind / Baby schläft nicht bei anderen Menschen als Mutter (z.B. beim Vater, Großeltern, Tagesmutter) – Nicht ohne Mama schlafen!?

Dass die allermeisten Säuglinge am liebsten bei Mama schlafen, ist kein Geheimnis. Aber spätestens, wenn aus dem Baby ein Kleinkind geworden ist, ist es hilfreich, es auch an andere Schlafumgebungen und Bezugspersonen zu gewöhnen.
Das verspricht zum einen mehr Freiheit für die Mutter bzw. Eltern, zum anderen erleichtert es Situationen wie Schlafen bei den Großeltern, der Tagesmutter oder in der Kita. Nebenbei lernt das Kind, dass es sich selbst und auch anderen vertrauen kann.

Hilfreich ist, wenn Mama und Papa das Baby schon früh abwechselnd schlafen legen und den Vorgang nicht mit dem Stillen in Verbindung bringen.

Je mehr Bezugspersonen ein Kind hat, umso weniger fixiert ist es auf eine einzige. Wichtig ist, dass es vertrauen kann und das Gefühl hat, gut versorgt zu sein. Deshalb sollte die Gewöhnung an fremde Menschen langsam und Schritt für Schritt erfolgen.

Auch die Ausstrahlung der Eltern trägt zu einer gelungenen Abnabelung bei. Solange Mama und Papa Sicherheit und Klarheit vermitteln und selbst beruhigt sein können, dass sie im Notfall auf jeden Fall angerufen werden, fühlt sich auch das Kind sicher. Es kann im besten Fall entspannt loslassen und einschlafen. Das Verabschieden des Kindes sollte nicht unnötig lange ausgedehnt und exzessiv zelebriert werden. Das gibt dem Kind als Signal, dass irgendwas nicht stimmt, was große Unsicherheit auslöst. Vielmehr sollte der Abschied kurz und schmerzlos erfolgen, dennoch natürlich nicht lieblos.

Kleine Einschlaf-Rituale, die das Kind von Zuhause kennt, schenken Geborgenheit und Vertrauen. Daheim wird vor dem Einschlafen ein Lied gesungen, die Spieluhr abgespielt oder ein zweiter Schnuller in die Hand gedrückt? All das sind Abläufe, die auch von anderen Personen und an anderen Orten übernommen werden können. Ein Tuch mit Mamas Geruch im fremden Bett kann zudem manchmal Wunder wirken.