Kind / Baby schläft nicht (ein) – kleine Wundermittel um die kleinen Engel ins Traumland zu begleiten

Schlafen ist für den Menschen eine der wichtigsten Körperfunktionen überhaupt. Gerade für unsere jüngsten Menschen bedeutet Schlaf nicht nur Erholung für sich selbst und die Eltern, sondern Schlaf hängt unmittelbar mit der gesunden Entwicklung des Körpers und Geistes zusammen. Doch wie der Zufall es will, ist es für den Menschen zu einer Zeit, in der Schlaf am Wichtigsten ist, gleichzeitig am Schwersten - in der Kindheit. Nicht alle aber die meisten Kinder und Babys haben Probleme mit dem Einschlafen oder dem Durchschlafen. Je nach Entwicklungsstadium, Gemüt und Charakter sind davon einige mehr und andere weniger von betroffen. Als Eltern ist es die Pflicht, die Schlafprobleme zu erkennen und versuchen zu lösen. Denn das führt nicht nur bei einem selbst zur Ruhe und mehr Schlaf, sondern wird sich in der späteren Entwicklungsphase der Kinder und Jugendlichen mehrfach auszahlen. Diese Seite stellt eine kleine Sammlung an Ursachen und Tipps dar, wenn Ihr Kind unter Schlafstörungen jeglicher Art leidet, ersetzt jedoch natürlich keine kinderärztliche Beratung. Sollte Ihr Kind bzw. Baby schwerwiegendere Schlafprobleme oder Schlafstörungen haben, die auch durch die zahlreichen Tipps hier nicht beseitigt werden können, so stimmen Sie bitte einen Termin mit dem Kinderarzt Ihres Vertrauens ab! Nichtsdestotrotz sind in vielen Fällen Eltern durch die Tipps (Alltagstipp) auf dieser Seite bereits gut beraten.

Inhaltsverzeichnis

Kleinkind / Baby schläft nicht ohne Eltern bzw. alleine (ein)

Ein häufiges Problem ist die nächtliche Trennung zwischen Kind und Eltern. Für viele Kinder ist die elterliche Wärme und Umgebung ein instinktives Zeichen für Sicherheit und Geborgenheit. Schläft das Kind dann alleine in einem eigenen Bettchen, fehlt dem Kind diese körperliche Nähe. Besonders kleine Kinder und Babys nehmen den Herzschlag der Mutter (oder des Vaters) sehr intensiv wahr. Aber nicht nur die Nähe zum Menschen, sondern auch die über den Tag wahrgenommenen Geräusche wie ein simpler Staubsauger, ein Fön oder das Summen des Fernsehers fehlen in der nächtlichen Stille ganz unterschwellig. Kinder sind dann häufig unruhig oder wehren sich sogar gegen das Schlafen. Dass man das Kind dann trotzdem bei einem im Bett schlafen lässt, ist keine Lösung und dient auch aus erzieherischen Gründen nicht dem Wohl des Kindes. Abhilfe schaffen hier speziell für dieses Problem entwickelte Kuscheltiere.

Die Kuscheltiere von "myHummy"* sind die Geheimtipps unter den Einschlafhilfen. Sie haben einen integrierten Schlafsensor, der aktiviert wird, sobald Ihr Kind unruhig wird. Sobald dieser aktiviert ist, spielt das Kuscheltier ein weißes Rauschen zur Beruhigung des Kindes ab. Dabei gibt es 5 verschiedene Einschlaftöne: Mutterleibs-Töne mit integriertem Herzschlag, Meeresrauschen, Rauschtöne eines Föns, Rauschtöne eines Staubsaugers und plätschernder Regen.

Raum- und Körpertemperatur für den perfekten Kinderschlaf

Grundvoraussetzung für einen guten Schlaf sowohl für Babys und Kleinkinder, als auch für ältere Kinder und selbst Erwachsene ist die richtige Schlafumgebung. Dazu gehören neben dem entsprechenden Bett und der Matratze vor allem auch die perfekte Raumtemperatur. Diese liegt in jedem Alter bei ca. 16 bis 18 Grad Celsius. Das fühlt sich ziemlich kühl an, aber solange das Baby in einem der Jahreszeit angepassten Schlafsack schläft, wird es nicht frieren, selbst wenn die kleinen Hände kalt sind.

Eine Schlafsackkombination für alle Jahreszeiten bietet die Firma alvi*. Hier erhält man zwei dünne Innenschlafsäcke in zwei aufeinanderfolgenden Größen für die warme Jahreszeit. Zusätzlich gibt es den gefütterten Außensack, der in Winternächten über den dünnen Sack gezogen wird. Dank der größenverstellbaren Knöpfe am Halsausschnitt, wächst auch der Außensack mit, sodass der Schlafsack tatsächlich über mehrere Monate getragen werden kann.

Alvi Baby Mäxchen Original/Ganzjahres Baby-Schlafsack*

Wer sich nicht sicher ist, ob dem Kind warm genug ist, kann mit der Hand im Nacken fühlen. Er sollte warm, aber nicht heiß, verschwitzt oder kalt sein. Wenn das Baby nicht direkt vor dem Zubettgehen gebadet hat, benötigt es nachts auch keine Mütze. Da der Körper über den Kopf Wärme abgibt, staut sich diese unter der Mütze und das Kind schwitzt. Je wärmer es im Zimmer ist, desto tiefer schläft es. Schwitzt das Baby, hat es größere Mühe, seinen Atem zu regulieren. Deshalb ist es auch im Hinblick auf den plötzlichen Kindstod ratsam, die Raumtemperatur nachts kühl zu halten.

Kind / Baby schläft nicht - Nachtschreck (Erklärung, Ursache, Tipps)

Die Baby- und Kleinkindphase ist vorüber, die Nächte werden ruhiger und dann das: Ganz plötzlich und unerwartet schrecken Vorschulkinder nachts aus dem Schlaf auf, weinen laut, schlagen um sich und reagieren auf keinerlei Ansprache. Der sogenannte "Nachtschreck", auch "Pavor nocturnus" genannt, jagt Eltern beim ersten Auftreten häufig einen Schrecken ein, ist aber harmlos.
Der Pavor nocturnus ist ein normales Schlafphänomen, das besonders bei Kindern zwischen zwei und sechs Jahren, bevorzugt aber rund um die Einschulung herum auftritt. Das Kind wird dabei nicht richtig wach, sondern erwacht in der Regel ein bis drei Stunden nach dem Einschlafen nur unvollständig aus dem Tiefschlaf. Das führt dazu, dass es verwirrt ist, schnell atmet und häufig mit weit aufgerissenen Augen im Bett sitzt. Die Eltern nimmt es dabei, wenn überhaupt, nur am Rande wahr und kann deshalb auf deren Beruhigungsversuche auch nicht reagieren. Häufig schwitzen die betroffenen Kinder und in ihrem Gesicht zeigt sich Angst und Erschrecken. Es sieht aus, als würden sie Dinge im Zimmer sehen, die nicht da sind.

Eltern können ihr Kind in diesen Momenten nicht wecken, sie können jedoch darauf achten, dass es sich nicht verletzt. In der Regel dauert der Nachtschreck zwischen fünf und maximal fünfzehn Minuten. Danach normalisieren sich Puls und Atmung schlagartig, das Kind wird ruhig, der Schrecken im Gesicht verschwindet und das Kind schläft ein - häufig ohne die Eltern im Zimmer zu bemerken. Auch am nächsten Tag wird sich das Kind nicht an den Vorfall erinnern.

Kinder, die einen sehr erlebnisreichen Tag hinter sich haben oder direkt vor dem Schlafengehen vor dem Fernseher saßen, sind eher vom Nachtschreck betroffen als solche mit einem ruhigen Tagesausklang. Bei den meisten Kindern tritt der Pavor nocturnus nur ganz selten auf, andere erleben alle paar Monate ein solches Ereignis. Jungen sind davon häufiger betroffen als Mädchen.

Kind / Baby schläft nicht - Zähne wachsen / Kind zahnt

Einer der häufigsten Gründe für einen unruhigen Schlaf sind die durchbrechenden Zähne und die damit einhergehenden Schmerzen. Sie führen dazu, dass Kinder, die über Wochen durchschliefen, erneut nachts aufwachen. In der Regel sind die betroffenen Kinder auch tagsüber anhänglicher und weinerlich. Sie speicheln und beißen auf harte Gegenstände. Auch rote Backen oder sogar ein wunder Po können der Hinweis auf einen kommenden Milchzahn sein. Dasselbe gilt für Durchfall, der häufig im Zusammenhang mit den ersten Zähnen auftritt

Bei manchen Kindern verursacht das Zahnen keinerlei Beschwerden, bei vielen ist die Stelle, an der der Zahn durchbricht, jedoch gerötet und geschwollen und reagiert empfindlich auf Berührungen.

Zahnschmerzen können so unerträglich sein, dass Kinder nachts schreiend aufwachen. Glücklicherweise beschränkt sich das Durchstoßen eines Zahnes auf einen bis wenige Tage. Bei den meisten Kindern erscheint der erste Zahn zwischen dem 5. und 10. Monat. In seltenen Fällen kommen Babys bereits mit einem Zahn zur Welt und einige müssen bis ins 2. Lebensjahr darauf warten. Eltern sollten sich deshalb nicht verunsichern lassen, wenn die Zähne ihres Kindes zu anderen Zeiten erscheinen als bei gleichaltrigen Babys aus dem Bekanntenkreis.

Helfen können Eltern ihren schmerzgeplagten Kindern vor allem tagsüber mit ablenken, spielen, kuscheln. Bewährt beim Zahnen haben sich auch gekühlte Löffel oder Beißringe, die im Kühlschrank gekühlt werden können, wie zum Beispiel von Vulli*. Manchen Kindern hilft es, wenn ihr Zahnfleisch vorsichtig massiert wird, zum Beispiel mit Oral-Care-Rabbit, der auch zur sanften Reinigung von Babys Mundraum geeignet ist. Babys, die sehr leiden, kann der Kinderarzt auch ein Zahnungsgel wie Dentinox Gel verordnen.

Schlafphasen bei Kindern / Babys

Der Mensch verbringt fast zwei Drittel seiner Lebenszeit im Schlaf. Dabei werden Eindrücke des Tages verarbeitet, geistige und körperliche Kräfte für den folgenden Tag gesammelt und sogar die Immunabwehr gestärkt. Während des Schlafens wechselt der Mensch zwischen zwei Schlafphasen: Dem ruhigen Tiefschlaf und dem eher oberflächlichen Schlaf mit aktiven Traumphasen. Diese oberflächliche Phase geht häufig einher mit unregelmäßiger Atmung, Unruhe und schnellen Bewegungen des Augapfels unter den Augenlidern. Deshalb bezeichnet man sie auch als REM-Schlaf (Rapid Eye Movements). Im Laufe der Nacht wechseln sich diese beiden Phasen mehrmals ab. In den kurzen "wachen" Momenten, in denen Schlafende von einer Phase in die andere gleiten, überprüfen sie unterbewusst, ob alles in Ordnung ist und schlafen dann in der Regel weiter, ohne am nächsten Morgen davon zu wissen.

Im Unterschied zu Erwachsenen haben Babys kürzere Schlafzyklen, d.h. sie wachen häufiger auf und können nicht so gut durchschlafen. Entsteht dann bei ihnen das Gefühl, dass sich im Vergleich zum Einschlafen oder zur vorherigen Wachphase etwas geändert hat, zum Beispiel, weil die Eltern nicht mehr im selben Zimmer sind, beginnen sie zu weinen. Erst wenn es Kindern gelingt, zwischen den Schlafphasen von selbst wieder einzuschlafen, spricht man von durchschlafen.

Da Babys tagsüber mehr neuen Reizen und Informationen ausgesetzt sind und diese im Schlaf verarbeiten, träumen sie deutlich häufiger als Erwachsene. Eltern erkennen dies zum Beispiel daran, dass die Mundwinkel ihres Kindes im Schlaf zucken, sich das Gesicht zu einem Weinen verzieht oder es mit den Armen und Beinen rudert. Damit sich gerade Neugeborene, die noch die Enge aus dem Mutterleib gewohnt sind, nicht selbst aufwecken, wenn sie unkontrolliert mit ihren Armen rudern, empfehlen viele Hebammen vor dem Schlafen das sogenannte Pucken, also das Einwickeln des Kindes in ein Tuch. Da hierbei zum Beispiel durch zu enges Wickeln viel falsch gemacht werden kann, bieten sich Pucksäcke, zum Beispiel von Motherhood* als Alternative an.

Baby schläft nach Stillen / Abstillen nicht ein

Mütter kennen das Problem sicherlich: nach dem Abstillen ist das Kind plötzlich hellwach, obwohl es sogar noch während des Stillens das ein oder andere Mal eingeschlafen ist. Hiergegen gibt es leider kein Musterrezept, sondern Beobachten und Verstehen des eigenen Kindes ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Kinder haben in diesen Altersstufen einen natürlichen Saugreflex. Tagsüber versuchen Eltern diesen Reflex durch Schnuller zu überbrücken. Das ist allerdings dahingehend nicht förderlich, dass man die eigentlichen Bedürfnisse des Kindes nicht erfüllt. Denn je nach Baby kann dies bis zu zwölf Mal innerhalb von 24 Stunden Nahrung über das Stillen verlangen. Während des Stillens nimmt das Kind nämlich längst nicht so viel zu sich, wie es den Anschein macht. Durch die Zugabe eines Schnullers kann man das Kind zwar kurzfristig ruhig stellen, jedoch erkennt man so nicht die wahren Bedürfnisse des Kindes. Solltest Du nur wenige Male ab Tag stillen, dann versuche doch häufiger am Tag zu stillen. Eventuell möchte das Kind vor dem Schlafengehen eigentlich mehr haben, als es in diesem Moment aufnehmen kann.

Durch häufigeres Stillen über den Tag verteilt und weniger Einsetzen des Schnullers kannst Du eventuell Deinem Baby zufriedener stellen, sodass dies auch nachts besser schläft. Bedenke dabei: die Stillfrequenz erhöht sich in der Regel zum Nachmittag / frühen Abend hin.

Was ebenfalls erfolgreich sein kann (aber nicht muss), ist besonders in den abendlichen / nächtlichen Stillphasen dem Kind so wenig Reize wie möglich auszusetzen. Sprich: soweit möglich das Licht aus oder gedämmt lassen (am besten hat es sich bewährt, ein kleines aber ausreichendes Nachtlicht zu verwenden), nicht mit dem Kind sprechen und auch kein Summen/Singen, kein nächtliches Wickeln und wenn es geht versuchen im Liegen zu stillen. All diese Maßnahmen reduzieren die Reiz- und Stressbelastung des Kindes auf ein Minimum, was bei vielen Eltern dazu führt, dass das Kind schneller (und auch länger) wieder einschläft.

Nochmal zum Nachtlicht: es gibt mittlerweile tolle Nachtlichter* die sich mit einem Timer einstellen lassen. Man kann als Beispiel die gesamte Nachz die niedrigste Stufe an lassen. Sobald man stillt, kann man minimal heller dimmen. Sobald man mit dem Stillen dann fertig ist, kann man den Timer z.B. auf 30 Minuten stellen, in der Zeit wird die Ausgangseinstellung innerhalb der nächsten 30 Minuten schrittweise und konstant zurückgedimmt. In der Zeit kann das Kind behutsam einschlafen und zu Ruhe kommen, ohne dass es direkt zappenduster wird.

Kind / Baby schläft nicht wegen Blähungen / Bauchschmerzen

Dein Kind schläft nicht, weil es von Blähungen und Bauchschmerzen geplagt wird? Besonders Kinder im frühen Lebensalter zwischen wenigen Wochen und einem halben Jahr sind von diesem Problem betroffen. Die Ursache liegt salopp formuliert darin, dass die Gase, die bei der Nahrungsaufnahme oder beim Stillen des Kindes im Magen- und Darmtrakt des Kindes entstehen, noch nicht so gut „verarbeitet“ werden können, wie bei fortgeschrittenen Kindern. Das Unterbricht den Rhythmus und somit wird der Babyschlaf unsanft und begleitet von Weinen und Schreien gestört.

Beim Stillen schlucken einige Kinder besonders viel Luft mit, was zu Blähungen und Druck im Bauch, ggf. zu häufigeren Aufstoßen, führt. Um dieses Problem in den Griff zu kriegen, lohnt es sich, die Lage während und nach dem Stillen des Kindes zu verändern. Man kann vereinfacht sagen, dass je flacher das Kind liegt, desto höher die Wahrscheinlichkeit für das Mitschlucken von Luft ist. Das liegt unter anderem daran, dass der Hals in einer flachen Position gestreckt ist und das Schlucken wir das Kind somit schwieriger wird. Um den Oberkörper des Kindes in einer etwas aufrechteren Position zu bringen, haben sich sogenannte Stillkissen* bewährt. So kann man das Kind beim Stillen so im Kissen positionieren, dass es in einer etwas erhöhten Position des Oberkörpers gestillt werden kann. Zusätzlich hierzu kannst Du auch mal versuchen, das Kind in der Seitenlage schlafen zu lassen. Die Stillkissen sind übrigens auch eine Wohltat während der Schwangerschaft. Lauwarme Wärmflaschen haben sich ebenfalls bewährt.

Grundsätzlich sei aber gesagt, dass sich das Problem wohl nie ganz beheben lässt. Blähungen gehören bei fast jedem Kind zum normalen Prozedere in den entsprechenden Entwicklungsstadien dazu. Sollte das Problem nicht besser werden, Du das Gefühl haben, dass sich das Kind quält oder Du auch deswegen selbst einfach keinen Schlaf mehr findest, dann solltest Du den Kinderarzt Deines Vertrauens zu Rate ziehen. Dieser kann Dir ggf. sogar mit Naturheilmitteln aushelfen. Vielleicht liegt die Ursache der Blähungen aber auch woanders, das kann Dir Dein Kinderarzt dann sicherlich auch diagnostizieren.

Kind schläft nicht im Kinderwagen oder Maxi Cosi

Manche Babys machen es vom ersten Tag an und haben keinerlei Probleme damit, andere schreien durch und sind nicht zu beruhigen. Das Einschlafen in Kinderwagen oder Maxi Cosi zeigt eindrucksvoll die Unterschiede zwischen den einzelnen Kindern.

Für Eltern, die gerne entspannt mit einem schlafenden Baby durch die Fußgängerzone schlendern oder ohne permanenten Lärmpegel und übermüdetem Kind von A nach B fahren möchten, kann dieses Thema tatsächlich zu Belastungen und Einschränkungen im Alltag führen. Da wird der Gang ins Freie und unter andere Menschen gerne verschoben und Autofahrten so irgend möglich ganz vermieden.

Doch wie lässt sich das Problem nun beheben? Klar ist, ein einfaches Patentrezept gibt es nicht! So unterschiedlich die Kinder sind, so verschieden können und müssen hier auch die Ansätze sein.

Von großer Bedeutung ist sicher die Ausstrahlung der Eltern. Wird es wohl gleich schreien? Ich lege es gaaanz vorsichtig ab. Schon Babys spüren Mamas und Papas Unsicherheit und reagieren darauf.

Die Einstellung der Eltern ist insgesamt ein Schlüssel zur Gesamtzufriedenheit. Wenn es diesen egal ist, wer ihnen in der Fußgängerzone hinterher sieht oder ob sie generell Aufmerksamkeit auf sich ziehen, kann auch mit schreiendem Baby unterwegs sein. Klar ist aber auch, dass die wenigsten Eltern ihr Kind gerne schreien lassen. Schließlich drückt das Baby damit aus, dass ihm etwas fehlt, dass etwas nicht in Ordnung ist.

Die allermeisten Kinder lassen sich nur zu gerne im Tragetuch (z.B. von Hoppediz*) oder in einer Babytrage (z.B. von ERGObaby*) an der Brust oder auf dem Rücken transportieren. Warum nicht einfach diese Alternative wählen und den Kinderwagen zuhause lassen, bis das Baby etwas älter ist. Dann lohnt sicher ein neuer Versuch.

Nicht aufzugeben ist sicher auch ein Ratschlag, dem zu folgen es sich lohnt. Hilfreich ist dabei, das Kind auch im wachen, gut gelaunten Zustand immer mal wieder im Wagen abzulegen. Dabei diesen am besten so stellen oder schieben, dass das Kind auch im Liegen etwas zu schauen hat, also zum Beispiel unter Bäumen spazieren gehen oder eine lustige Kinderwagenkette anbringen (z.B. von Hess* oder Heimes*). So verknüpft das Baby den Aufenthalt im Wagen mit positiven Erfahrungen.

Alles in allem dürfen sich Eltern daran klammern, dass auch diese Phase vorüber gehen wird und dass ihr Kind spätestens mit dem Wechsel in den größeren Kindersitz bzw. in den Sitzaufsatz des Kinderwagens mit dem Schreien aufhören und bei entsprechender Müdigkeit dort auch einschlafen wird.


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